Dr. Stephanie Grabhorn, Ärztin, Ernährungsmedizinerin und Autorin
Diese Woche im Studio:
Dr. Stephanie Grabhorn, Ärztin, Ernährungsmedizinerin und Autorin
In Sachen gesunde Ernährung ist Dr. Stephanie Grabhorn nicht nur in Funk und Fernsehen regelmäßig eine gefragte Expertin. Ihr umfangreiches Fachwissen, zum Beispiel über Inhaltsstoffe und Verträglichkeiten von Lebensmitteln, gibt die Ernährungsmedizinerin auch in Vorträgen und Büchern weiter.
Das Thema der Woche:
Unsere Lebensmittel - so schmeckt Deutschland!
Nein - wir lassen uns unseren Appetit nicht verderben! Ob gefährliche EHEC-Keime im Gemüse, Dioxin in Eiern oder Gammelfleisch: Wir wollen uns trotzdem geschmackvoll und gesund satt essen. Auch wenn der Einkauf im Supermarkt eine Herausforderung für alle ist, die Mogelpackungen meiden möchten. Und auch wenn wir uns fragen: Wie sicher und hochwertig sind unsere Lebensmittel? Weck Up beschäftigt sich heute, voller Appetit und Lust auf Lebensmittel, mit diesen drängenden Fragen und unseren liebgewonnenen Essgewohnheiten.
Pro & Contra: Lebensmittelklarheit.de
Essgewohnheiten im Test: Weck Up auf Hausbesuch
Preiswert und lecker: Reste verwerten statt wegwerfen
Einfach schlauer: Lebensmittel richtig lagern
Vorrats-Lagerungs-Tipps von Hauswirtschaftsmeisterin Gabriela Kucsera:
GEMÜSE sollte grundsätzlich im Kühlschrank ins Gemüsefach, außer:
Kartoffeln – bestenfalls im Keller aufbewahren, denn sie brauchen die Dunkelheit, damit sie nicht grün werden und Giftstoffe bilden.
Tomaten – bei Zimmertemperatur lagern, z.B. in einer Schale in der Küche. Sie vertragen keine Kälte, verderben im Kühlschrank schneller und verlieren an Geschmack.
Zusatz-Tipp: Blattgemüse wie Salat bleibt länger frisch, wenn er vor dem Kühlen in ein feuchtes Küchenhandtuch gewickelt wird.
OBST sollte grundsätzlich im Kühlschrank ins Gemüsefach, außer:
südländische Exoten wie z.B. Mangos, Citrusfrüchte und Bananen. Diese vertragen keine Kälte, sondern Zimmertemperatur.
Wichtig: Melonen, Äpfel und Birnen vor dem Kühlen separat verpacken, weil sie Gase/Geruch absondern.
Zusatz-Tipp: Beeren-Obst ist sehr empfindlich, deshalb am besten auf einen Teller legen, faule Früchte aussortieren und den Rest mit einem feuchten Papiertuch bedecken. So bleibt es länger frisch und lecker.
FLEISCH & WURSTWAREN im Kühlschrank auf der untersten Glasplatte lagern, dort ist es am kältesten.
Frisches Hackfleisch vom Metzger muss innerhalb von acht Stunden verbraucht werden. Aufgrund der sehr großen Oberfläche ist die Verbreitungsgefahr von Bakterien und Keimen besonders groß. Besteht einmal nicht die Möglichkeit, frisches Fleisch in einem knappen Zeitraum zu verzehren, kann es eingefroren werden.
Bei abgepackten Fleischwaren unbedingt auf das "zu verbrauchen bis"-Datum achten. Das muss strenger eingehalten werden als das Mindesthaltbarkeitsdatum. Außerdem gilt es nur, wenn die Lagerung max. +2 Grad misst, was viele Kühlschränke nicht bewerkstelligen können, deshalb lieber so schnell wie möglich verbrauchen.
Aufschnitt am besten separat in Frischhaltefolie oder Gefrierbeutel packen und in ein Plastik-Gefäß geben. Dadurch trocknet die Wust nicht aus, bleibt länger haltbar und die stark abweichenden Aromen übertragen sich nicht.
MILCH & MILCHPRODUKTE
Milch sollte nicht, wie andere Getränke, in die Kühlschrank-Tür gestellt werden, weil es dort zu warm ist. Sie sollte zu den anderen Milchprodukten wie Yoghurt ins mittlere Kühlschrankfach. Zudem gilt: Egal ob Frischmilch oder H-Milch - ist die Verpackung geöffnet, verdirbt das Produkt gleich schnell.
Butter sollte in das Butterfach oder in eine Butterdose, weil sie schnell Gerüche annimmt.
Käse kann im Kühlschrank ganz nach oben, denn: je kälter, desto weniger Aroma.
EIER aus der Verpackung nehmen, weil Salmonellen an der Eierschachtel haften können. Am besten einzeln ins Eierfach sortieren, immer mit der Spitze nach unten, damit sich die Luft in den Eiern oben befindet und sie dadurch länger haltbar bleiben.
KAFFEE, egal ob Pulver oder Pads, ob in der Originalverpackung oder in der Kaffee-Dose, kann in den Kühlschrank, dadurch bleibt das Aroma länger erhalten.
Zusatz-Tipp: Untertasse mit etwas Kaffeepulver in den Kühlschrank stellen. Das saugt alle Gerüche auf.
Rezepte „Clevere Verwertung" von Dominic Jeske
Mediterraner Nudelsalat:
400 ml Tomatensauce (ohne Sahne) vom Vortag
500g gekochte Nudeln (Penne oder Fusilli) vom Vortag
dazu:
3 EL grüne Oliven
2 EL Kapern
2 Zweige Basilikum
1 Bd. Rucola
½ Paprika rot und gelb
½ Zucchini
1 Zitrone
gutes Olivenöl
Salz, Pfeffer aus der Mühle, Zucker
Zucchini und Paprika würfeln und kurz in Olivenöl anbraten. Rucola und Basilikum klein schneiden. Alles mit den Nudeln vermengen, Oliven und Kapern dazugeben. Die Tomatensauce mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Olivenöl abschmecken und gut mit den Nudeln mischen.
Gefüllte Kartoffelhälften:
5 Große Pellkartoffeln
2 Eier
200g Frischkäse natur
½ Bd. Petersilie
130 g Hackfleisch
3 kleine Zwiebeln
30 g Semmelbrösel
Etwas grünen Salat
Olivenöl, Zitrone, Salz, Pfeffer aus der Mühle, Zucker
Pellkartoffeln schälen, halbieren und aushöhlen. Zwiebeln und Petersilie hacken, mit Hackfleisch, Frischkäse und Semmelbröseln zu einer Masse vermengen. Die Kartoffelhälften damit füllen und auf ein mit Olivenöl eingefettetes Backblech legen. Für eine halbe Stunde bei 160 Grad im Ofen backen. Den Salat waschen, zupfen und mit Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.
Badischer Kirschkuchen:
3 alte Brötchen
130 ml Milch
125 g Butter
120 g Zucker
3 Eier
1 TL Zimt
5 cl Kirschwasser (Alkohol verfliegt beim Backen)
Brötchen in Würfel schneiden und in Milch einweichen. Kirschen entsteinen und zerkleinern. Eier, Butter, Zucker und Zimt schaumig schlagen, Kirschwasser dazugeben (Alkohol verfliegt beim Backen). Brötchen und Kirschen dazugeben und in eine gefettete Auflaufform geben. Bei 160 Grad auf mittlerer Stufe ca. 30 bis 40 Minuten backen.
Rezept „Nährstoffbombe"
8 EL Hirse, abspülen, abtropfen, in 700 ml Wasser geben, dazu 1 Lorbeerblatt und ein 1 Gemüsebrühwürfel, würzen mit Jodsalz, Curry und Muskatnuss, bei schwacher Hitze zugedeckt etwa 30 Minuten kochen.
2 Möhren und 1 rote Paprika waschen, fein würfeln. 100 Gramm Brokkoli waschen, in kleine Röschen teilen, 100 Gramm Pfifferlinge putzen, alles zusammen in 1 EL Rapsöl bissfest dünsten.
Das Gemüse und die Hirse vermengen, in eine flache Auflaufform füllen.
100 ml Milch, 1 Ei und 2 EL kernige Haferflocken verrühren und auf den Auflauf verteilen, mit 4 EL geriebenen Emmentaler bestreuen.
Bei 200 ºC 30 Minuten backen.