26. Februar 2012

 

Dr. Thomas Kurscheid, Foto: Valentina Uhlmann

Maria Sanchez

Gäste: Dr. Thomas Kurscheid, Allgemein-, Sport- und Ernährungsmediziner & Maria Sanchez, Heilpraktikerin für Psychotherapie

 

Diese Woche im Studio:


Dr. Thomas Kurscheid, Allgemein-, Sport- und Ernährungsmediziner

„Wer sich bewegt, kann alles essen.“ Davon ist Dr. Thomas Kurscheid überzeugt. Der bekannte Gesundheitswissenschaftler weiß, dass Bewegung beim Abnehmen eine größere Rolle spielt als der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel. In seinem Buch erklärt der Mediziner, wie die Umstellung auf eine gesunde und dennoch genussvolle Lebensweise gelingt. Seine These: Sich nicht unter Druck setzen!

 

Maria Sanchez, Heilpraktikerin für Psychotherapie 

Sie lebte selbst jahrelang mit Essstörungen und kämpfte mit zahlreichen Diäten vergeblich gegen die Pfunde. Maria Sanchez fand schließlich heraus, dass ungestillte seelische Bedürfnisse zu ihrem Übergewicht führten. Sie nahm erfolgreich und dauerhaft 30 Kilo ab und zeigt anhand ihres Beispiels, wie man das „Wohlfühlgewicht“ erreicht. Sanchez hat sich auf emotionales Essverhalten spezialisiert und zu diesem Thema ein Buch geschrieben. Ihre These: Nur essen, wenn man körperlichen Hunger hat!

 

Das Thema der Woche:

Was tun mit dem Winterspeck?

 

Die Jeans aus dem Vorjahr kneift, Bauch und Po zeigen deutliche Fettpolster: Wird es jetzt Zeit, dem Winterspeck mit einer Diät zu Leibe zu rücken oder sollten wir einfach entspannt die Konfektionsgröße wechseln und uns nicht stressen mit dem Essen? Auch wenn der Schlankheitswahn immer mehr Kritik erfährt: Für viele ist dick nicht schick! Doch wie klappt Abnehmen ohne Jo-Jo-Effekt? Wie wir unser Essverhalten dauerhaft ändern, warum Kalorienzählen ausgedient hat und ein paar Pfunde mehr gesund sein können, klärt Weck Up zusammen mit Experten und anhand beeindruckender Beispiele.


Essen & Emotionen: So umgehen wir Ernährungsfallen

Genuss als Leidenschaft: Hobbyköche am Herd

Günstig Kalorien verbrennen: Schlank durch Vereinssport

Schlank per Gesetz: Brauchen wir eine Fettsteuer?

Lachs-Meerrettich-Türmchen


Zutaten für 12 Portionen:

450 g Räucherlachs
450 g Lachsfilet (ohne Haut und Gräten)
3 Bund Schnittlauch
6 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
3 Limetten (unbehandelt)
6 Blätter weiße Gelatine
3 TL Zucker
450 g Crème fraîche
9 TL Meerrettich gerieben (Glas oder Tube)
3 Eiweiß
3 Salatgurken
3 EL Weißweinessig
9 EL Sonnenblumenöl
120 g Forellenkaviar
frische Gartenkresse


Den Räucherlachs fein würfeln, Schnittlauch abbrausen, trocken schütteln und in feine Röllchen schneiden. Beides mit dem Öl mischen, salzen, pfeffern. Vier Ringe (ca. 5 cm Durchmesser) auf eine große Platte stellen. Zur Hälfte mit dem Lachs-Tatar füllen und diesen etwas andrücken.

 

Die Limetten heiß abbrausen, trocken tupfen, die Schale fein abreiben, Saft auspressen. Gelatine in reichlich kaltem Wasser einweichen.

 

Limettensaft mit Zucker erhitzen. Gelatine ausdrücken und darin auflösen. Crème fraîche, Limettenschale und Meerrettich unterrühren.

 

Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen, vorsichtig unter die Meerrettich-Limetten-Creme heben. Masse auf dem Lachs-Tatar in den Ringen verteilen, glatt streichen. Gefüllte Ringe zwei bis drei Stunden in den Kühlschrank stellen.

 

Gurke putzen, schälen und mit einem Gemüsehobel oder einer speziellen Schneidemaschine in dünne, lange Streifen schneiden. Diese mit Salz, Pfeffer, Essig und Öl marinieren und auf Teller verteilen.

 

Törtchen aus dem Kühlschrank nehmen, gleichmäßig mit Kaviar bedecken. Ringe mit einem Messer vorsichtig ablösen, Törtchen auf die Gurken-Spaghetti setzen und mit Kresse bestreut servieren.


Involtini alla milanese


Zutaten für 4 Personen:

4 dünne Kalbsschnitzel (jeweils etwa 100 g)
2 kleine Bratwürstchen
2 Hühnerlebern
50 g durchwachsener Speck in dünnen Streifen
1 Bund Petersilie
8-10 frische Salbeiblättchen
2 El frisch geriebener Parmesan
2 Eigelb
50 g Butter
1/8 l Weißwein
1/8 l Fleischbrühe
Mehl zum Bestäuben
Salz, Pfeffer aus der Mühle


Schnitzel sehr dünn klopfen. Bratwürstchen enthäuten, die Füllung zerkleinern und in eine Schüssel geben.

 

Für die Füllung die Hühnerlebern fein hacken. Zwei Knoblauchzehen abziehen und pressen, Petersilie fein hacken. Alles zum Brät geben, zwei EL Parmesan und zwei Eigelb hinzufügen. Gründlich mischen, aus der Mühle pfeffern.

 

Paste gleichmäßig auf die Schnitzel streichen, aufrollen. Mit jeweils einem Salbeiblatt belegen, mit Speckstreifen umwickeln und mit Spießchen feststecken.

 

Rouladen dünn mit Mehl bestäuben. In einer Pfanne 50 g Butter erhitzen, Fleischröllchen darin unter Wenden goldbraun braten. Salzen und 1/8 l Wein angießen, etwa zur Hälfte eindampfen lassen.

 

1/8 l Brühe zugießen, zugedeckt bei schwacher Hitze 20 Minuten schmoren lassen. Nach zehn Minuten jedes Röllchen mit einem weiteren Salbeiblatt belegen (oder Salbeiblätter in die Sauce geben).

 

Röllchen herausnehmen, warm stellen. Die Sauce nochmals kräftig durchköcheln, abschmecken und zum Fleisch servieren.


Risotto alla milanese


Zutaten für 4-6 Personen:

1 Markknochen
75 g frisch geriebener Parmesan
350 g Vialone- oder Avorio-Reis
ca. 1 l Brühe (Rinds- oder Geflügelbrühe)
5 EL Butter
1 Döschen Safranfäden
1 kleine Zwiebel
Salz, Pfeffer aus der Mühle


Das Mark aus dem Knochen drücken, in eiskaltes Wasser legen. Den Inhalt von einem Döschen Safranfäden mit zwei EL kochendheißem Wasser übergießen. Eine Zwiebel fein würfeln, Mark mit Küchenkrepp trocknen, klein würfeln. Ein Liter Fleischbrühe erhitzen.

 

In einer großen Kasserolle zwei El Butter mit den Markwürfeln aufschäumen lassen, Zwiebelwürfel zugeben und bei nicht zu starker Hitze unter Rühren glasig braten.

 

350 g Reis einstreuen und unter Rühren braten, bis er hell und durchscheinend ist, er darf aber nicht bräunen. Einen kräftigen Schuss (etwa 1 Tasse voll) heiße Brühe aufgießen, dabei ständig weiterrühren.

 

Sobald die Flüssigkeit fast verdampft ist, wieder Brühe aufgießen, leise köchelnd weitergaren lassen, dabei rühren. Es soll stets nur so viel Brühe im Topf sein, dass der Reis eben bedeckt ist.

 

Nach etwa 15 Minuten den aufgelösten Safran dazu geben. Noch sieben Minuten weitergaren (dabei rühren und Brühe zugießen).

 

Nun probieren: Wenn die Reiskörner gar sind, aber noch Biss haben, die restlichen drei EL Butter und 75 g Parmesan unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.


 
Das Risotto soll jetzt so feucht und cremig sein, dass es im Topf beim Schräghalten fließt. Von der Kochplatte nehmen, einen Deckel auflegen und noch ein bis zwei Minuten quellen lassen. Sofort servieren, nach Belieben noch Parmesan dazu reichen.


Mostsuppe mit Zimtbrotwürfeln


Für 4 Personen:

50 g Karotten
50 g Knollensellerie
1 Zwiebel
¾ l Rinderbrühe
4 EL Butter
4 EL  Mehl
¼ l Weißwein (Silvaner)
2 Scheiben Weißbrot
1 Eigelb
200 g Sahne
Zimtpulver
Salz, Pfeffer
Muskatnuss
Zucker


Die Karotten und den Sellerie putzen, schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Die Brühe zum Kochen bringen.

 

In einem Topf 2 EL Butter erhitzen und das Gemüse darin andünsten. Mit Mehl bestäuben und nach und nach mit der heißen Brühe ablöschen. Den Wein dazugeben und alles etwa 20 Minuten köcheln lassen. Das Toastbrot in ein Zentimeter große Würfel schneiden. Die restliche Butter in einer Pfanne erhitzen und das Toastbrot darin goldbraun rösten. Mit Zimtpulver bestreuen und aus der Pfanne nehmen.

 

Die Suppe durch ein Sieb in einen zweiten Topf gießen und mit Salz, Pfeffer sowie je einer Prise  Muskatnuss und Zucker abschmecken. Das Eigelb und die Sahne verrühren und unter die Suppe rühren. Die Suppe darf dabei nicht mehr kochen, sonst gerinnt das Eigelb.

 

Die Most-Suppe auf tiefe Teller verteilen und mit den Brotwürfeln bestreuen.


Rosmarin-Vanille-Sauce auf Orangensoufflé


Für die Vanillesoße:

1 Vanilleschote
2 kleine Zweige Rosmarin
100 g Zucker, ½ l Milch
5 Eigelb, 1 kleines Ei
2 EL Akazienhonig

 

Für die Soufflés:

weiche Butter und Zucker für die Förmchen
2 unbehandelte Orangen
1 EL Orangenlikör
125 g abgetropfter Speisequark (20% Fett i.Tr.)
2 Eier
30 g Zucker
1 EL Speisestärke
1 Prise Salz

 

Außerdem: 4 Förmchen (je 150 ml Inhalt)

 


Für die Rosmarin-Vanille-Sauce schlitzen Sie zunächst die Vanilleschote der Länge nach auf und kratzen das Mark heraus. Geben Sie die ausgekratzte Schote, das Mark, den Rosmarin und den Zucker mit der Milch zusammen in eine Kasserolle und kochen Sie die Mischung auf, dann zugedeckt bis zur weiteren Verwendung beiseite stellen.

 

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die vier Soufflé-Förmchen randhoch mit Butter ausstreichen, mit Zucker ausstreuen und kalt stellen. Für die Soufflés die Orangen heiß waschen, trockenreiben und einen EL Schale abreiben. Beide Orangen filetieren, den Saft dabei auffangen. Die Orangenfilets würfeln und in die Förmchen geben.

 

Orangenschale, drei EL Orangensaft und Likör in den Quark rühren. Die Eier trennen. Die Eigelbe mit 1 EL Zucker cremig aufschlagen. Erst die Stärke, dann den Quark unterrühren. Die Eiweiße mit Salz steif schlagen und den übrigen Zucker einrieseln lassen. Den Eischnee unter die Eigelbcreme heben, die Masse auf die Förmchen verteilen und glatt streichen. Stellen Sie die Förmchen mit Abstand voneinander in eine Auflaufform und füllen Sie sie bis knapp unter den Förmchenrand mit heißem Wasser. Im Ofen auf der untersten Schiene 35 Minuten garen.

 

Inzwischen für die Sauce die Eigelbe, das Ei und den Honig in etwa fünf Minuten cremig-schaumig aufschlagen. Die Milch aus dem ersten Arbeitsschritt erneut aufkochen, durch ein Sieb passieren, mit dem Schneebesen in die Eimasse rühren. Die Eiermilch in den Topf geben, unter Rühren mit einem Holzlöffel erhitzen, bis sie dicklich ist und leicht am Löffel haftet. Die Sauce passieren und abkühlen lassen Vor dem Servieren im Mixer aufschäumen und sofort auf den Soufflés anrichten.